No Poo: Die Water only-Methode

Der Name verrät es schon: Bei der Water only-Methode kommt außer Wasser gar nichts mehr in die Haare. Alles, was du tun musst, ist deine Haare regelmäßig mit lauwarmem Wasser zu reinigen und die Kopfhaut dabei gut zu massieren.

Auf das Wasser kommt es an

Entscheidend für die water-only Methode ist die Qualität deines Wassers. Die kannst du natürlich nicht ändern, aber deine Methodik entsprechend anpassen.

Bei deinen Stadtwerken kannst du deinen Wassergrad erfragen. Weiches Wasser liegt unter 8 Grad, ab 14 Grad spricht man von hartem Wasser und dazwischen liegt das mittelharte. Hast du hartes Wasser, lohnt sich womöglich der Einbau eines Duschkopf-Wasserfilters, der den Kalk sammelt.

Für die Haarwäsche ist folgendes zu beachten:

  • Je weicher das Wasser, umso besser, denn umso weniger Kalk ist drin.
  • Bei mittelhartem Wasser empfiehlt es sich bereits, regelmäßig eine saure Rinse mit Apfelessig oder Zitronensaft durchzuführen.
  • Bei hartem Wasser kann es dazu kommen, dass der Kalk mit dem Talg verklebt. Dagegen helfen Spülungen mit Apfelessig.

Erfolgsgeheimnis Bürsten

Das Wichtigste bei der Water only-Methode ist ein intensives Bürsten der Haare. Vielleicht hast du schon mal von den berühmten 100 Bürstenstrichen gehört: Täglich angewendet sollen sie zu phänomenalem Haar führen. In Märchenbüchern und alten Filmen liest und hört man oft davon. Tatsächlich sorgt intensives Bürsten dafür, dass Talg und Schmutz aus den Haaren entfernt werden. Zugleich wird die Kopfhaut massiert, was die Talgproduktion anregt. Wenn deine Haare also zu fettig werden, hast du es mit dem Bürsten womöglich etwas übertrieben. Im Normalfall verteilt die Bürste den Talg vom Haaransatz bis in die Spitzen, so dass er sich besser auswaschen lässt.

So geht’s: Richtig bürsten

Beim Bürsten gibt es durchaus ein paar Tipps zu beachten:

  1. Stufenartiges Bürsten: Statt die Bürste von oben nach unten durch das Haar zu ziehen, ist es viel besser, sich von unten nach oben durchzuarbeiten und das stufenartig. Dabei wird die Bürste also mehrmals angesetzt und das Haar quasi in Etappen gekämmt. Das schützt vor Haarbruch.
  2. Haaransatz einbeziehen: Bürsten massiert die Kopfhaut und regt so die Talgproduktion an. Das Talg enthält körpereigene Pflegestoffe, die das Haar besonders dann gut gebrauchen kann, wenn von außen nichts dazu kommt.
  3. Die richtige Bürste wählen: Wenn du auf „No Poo“ umstellst, willst du vermutlich keine Plastikbürste benutzen, sondern eine natürliche Alternative wählen. Naturborsten bringen extra Glanz in die Haare. Großer Beliebtheit erfreuen sich Wildschweinborsten-Bürsten (Affiliate Link / Werbung).
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Wenn sich unser Haartalg in der Bürste verfängt, bietet er Mikroben und Pilzen einen wunderbaren Nährboden. Darum ist es wichtig, die Bürste regelmäßig zu reinigen, zum Beispiel mit einem speziellen Bürstenreinigungs-Set (Affiliate Link / Werbung).

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Zusätzlich kannst du die Bürste alle sechs bis acht Wochen mit Essig oder Natron reinigen .

Die vegane Alternative

Du lebst vegan? Dann ist so eine Wildschweinborsten-Bürste natürlich nichts für dich. Aber mit einer Sisalbürste kannst du nichts falsch machen.